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Pocketbikemotor |
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Da einige von uns seit letzter Zeit dem Pocketbiken verfallen sind, kam irgendwann der Gedanke auf, einen Flugmotor aus dem Ding zu basteln. Lange blieb es auch nur eine Idee. Eines Tages als ich beim surfen in der BUCHT war fiel mir auf, dass die Motoren noch billiger geworden sind. Kurz darauf habe ich mal sonen Komplettmotor für 25,- Euro aus der BUCHT gezogen. Nach Lieferung des Motors wurde er gleich zerlegen. Dies wollte aber nicht so richtig gelingen, da die Chinaschrauben die gleiche Konsistenz haben wie ein gut durch gekautes Kaugummi. Aber ich wusste mir zu helfen. Mit Brenner und groben Werkzeug habe ich es geschafft alle Kaugummischrauben zu lösen und den Motor zu zerlegen. Da die Original Zündung inkl. Schwungrad viel zu schwer ist, kommt eine elektronische zum Einsatz. Jetzt wurde es spannend. Die Flex wurde gezündet und mit der aufgesattelt 0,8mm Trennscheibe losgetrennt. Beim Trennen muss man aber höllisch aufpassen, denn sonst sind die Motorgehäusehälften für die Tonne. Die Gehäusehälften wurden immer kleiner bis nur noch das Nötigste da war. Die Kleinigkeiten wurden dann mit dem Dremel überarbeitet. Um das Auge nicht zu beleidigen wurden das komplette Motorgehäuse Sandgestrahlt. Jetzt sieht man aus 1m Entfernung nicht mehr das hier geflext wurde. Da der Dremel schon mal eingesteckt war, wurde auch gleich noch ein wenig am Zylinder getunt. Da der Originalvergaser einer mit Schwimmer ist kann er am Flieger nicht verwendet werden. Jetzt wurde mal ein wenig in der Spänekiste gesucht und siehe da, es lag da noch ein fast jungfräulicher 14er Walbro herum. Falls der zu klein sein sollte (was ich bezweifle) wäre da auch noch ein großer Bruder von ihm (17er). Der Vergaser braucht eine Unterdruckleitung, hierzu musste kurzerhand ein M3 Gewinde ins Motorgehäuse gebohrt werden. Dort finden dann so ein Einschraubnippel platz. Nun war es an der Zeit die Drehteile zu fertigen. Nach einer kurzen Rücksprache mit Franky wurden auch Ruck-Zuck Skizzen angefertigt. Anschließend wurde Material rausgesucht und angefangen zu drehen. Nach zwei Abenden war es dann auch soweit, die Teile waren alle fertig bis auf den Ansaugtrichter der nur Außen fertig war. Für den Radius innen hat Franky mir versprochen, mich in die Kunst des Cutterdrehens einzuweisen. Hmm, dachte ich, was soll man sich darunter vorstellen. Einen Abend später war es dann soweit, Franky kam auf ´n Bier vorbei und zeigte mir wie das so geht mit dem Cutter und der Drehmaschine. Das ist schon beängstigend, wenn das Futter mit max. Drehzahl dreht und Frankys Finger mit dem Cutter da so im Gange ist. Hätte ich so etwas in meiner Ausbildung gemacht hätte ich vom Meister bestimmt einen auf den Deckel bekommen. Aber wir sind ja nicht mehr in der Ausbildung. Diese Methode Alu zu bearbeiten geht echt hervorragend. Ich werde es demnächst auch mal testen. Als Auspuff kommen wie immer 2 Edelstahltassen (ca. 0,3l) von Louis zum Einsatz. Diese sind auch im gut sortiertem Campingzubehörladen zu finden. Aber da beide bei Louis nur 4,- Euro kosten musste ich nicht lange suchen. Es ist aber darauf zu achten das die Becher einwandig sind. Wir wollen doch kein unnötiges Gewicht rumfliegen ;-) Der Flansch und Krümmer wurden von einem Originalen Pocki Auspuff abgeflext. Das kann man sicherlich auch leichter selber herstellen. Aber Franky und ich waren zu faul dazu. Nachdem alle Teile aus Edelstahl gefertigt waren, wurde der Brenner gezündet und mal drauf losgekokelt. Am späten Abend war das Werk vollbracht der Motor stand komplett zusammengebaut da und bringt glatte 2kg auf die Waage. Es ist zwar zu erwarten das dieser Motor kein großes Leistungswunder ist. Aber an die 4PS wird er wohl auch rankommen. Man darf aber nie den Preis vergessen. Im Preisleistungs/Verhältniss ist er eigentlich kaum schlagbar . Die Investierten 35,- Euro sind gut angelegt. Den Motor habe ich Franky überlassen, denn der hat noch eine Rechnung bei der Fuchsjagd offen und dabei wird der Pockimotor und ein 22x10 Plaste Propeller eine tragende Rolle spielen. |
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